KOMMUNE

Kommunaler Klimaschutz: neue Förderrunde für Modellprojekte

Kommunen, die ihre Klimaschutzprojekte vom Bundesumweltministerium fördern lassen möchten, können sich jetzt in einer neuen Förderrunde bewerben: Bis zum 30. April können neue Projektskizzen eingereicht werden. Geförderte Modellprojekte der letzten Jahre waren unter anderem eine Solarthermieanlage, klimaneutrale und energieautarke Kläranlagen und intelligente Fahrwegsysteme.

Foto: Nationale Klimaschutzinitiative (NKI)

Der Förderaufruf „Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte“ geht in die nächste Runde. Das Bundesumweltministerium (BMU) unterstützt bereits seit 2016 Kommunen bei der Umsetzung investiver Modellvorhaben im Klimaschutz. Antragsteller*innen haben zweimal im Jahr die Möglichkeit, Projektskizzen dafür einzureichen, im Frühjahr und im Herbst. Die aktuelle Förderrunde endet am 30. April. Der gesamte novellierte Förderaufruf läuft noch bis zum 31. Dezember 2022.

Ein Schritt zur Treibhausgasneutralität von Kommunen

Die geförderten Projekte zeichnen sich dadurch aus, dass sie direkt zur Verminderung der Treibhausgasemissionen und wesentlich zur Treibhausgasneutralität von Kommunen beitragen. Zudem werden bevorzugt Projekte mit Nachahmungscharakter für weitere Klimaschutzprojekte finanziell unterstützt. Die Förderquote kann bis zu 70 Prozent betragen, bei finanzschwachen Kommunen bis zu 90 Prozent.

Die Auswahl der Projekte erfolgt zweistufig: Erst nachdem die eingereichten Projektskizzen gesichtet wurden, folgt in einem zweiten Schritt ein formelles Antragsverfahren. Auf diesem Wege wurden bisher 37 Projekte mit einem gemeinsamen Fördervolumen von rund 100 Millionen Euro genehmigt, wie zum Beispiel eine Solarthermieanlage, klimaneutrale und energieautarke Kläranlagen und intelligente Fahrwegsysteme.

Nationale Klimaschutzinitiative fördert seit 2008 kommunale Klimaschutzprojekte

Der Förderaufruf ist Teil der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI), die 2008 vom BMU ins Leben gerufen wurde. Durch die Initiative wurden bis Ende 2018 bereits mehr als 28.750 Projekte deutschlandweit im Sinne des Klimaschutzes initiiert und mit rund 905 Millionen Euro gefördert. Umgesetzt und betreut werden die Programme der NKI durch den Projektträger Jülich (PtJ) im Bereich des Geschäftsfeldes „Nachhaltige Entwicklung“.

Quellen:

Pressemitteilung Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Übersicht Modellprojekte des Förderaufrufs