POLITIK

KfW-Schnellkredite für kleine Unternehmen während Corona-Krise

Um Unternehmen vor den Folgen der Corona-Krise zu schützen, hat die Bundesregierung bereits umfassende Maßnahmen in Gang gesetzt. Kleine Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeiter*innen blieben dabei aber bisher außen vor. Ein neuer KfW-Schnellkredit soll diese Lücke schließen.

Foto: Unsplash / Austin Distel

Am 15.04. startete ein neuer KfW-Schnellkredit, der genau auf kleine mittelständische Unternehmen zugeschnitten ist. Damit das Geld auch so schnell wie möglich bei den Antragstellenden ankommt, hat der Kredit einige besondere Merkmale. So sichert der Staat die Schnellkredite zu 100 Prozent ab, die Hausbanken tragen kein eigenes Risiko. Zudem sind keine langwierigen Prüfungen der weiteren Entwicklung der Unternehmen notwendig, lediglich die Vergangenheit wird unter die Lupe genommen.

Einige Rahmenbedingungen des Kredits

  • Der Kredit steht mittelständischen Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind.
  • Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis zu 25 Prozent des Gesamtumsatzes im Jahr 2019, maximal 800.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeiter*innen, maximal 500.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50.
  • Auf Wunsch bis zu zwei tilgungsfreie Jahre zu Beginn, um die kurzfristige Belastung zu senken.

Welche Bedeutung der neue Schnellkredit für die Bundesregierung hat, macht Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier klar: „[…] wir müssen unseren Mittelstand mit aller Kraft unterstützen, um als Wirtschaft insgesamt nach der Krise wieder durchstarten zu können.“

Die detaillierten Voraussetzungen des Kredits finden Sie in der Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.