POLITIK

Klimaschutzbericht 2019 stellt Defizite im Gebäudesektor fest

Während die deutschen Treibhausgasemissionen um fast 54 Millionen Tonnen CO2 sanken, kam es im Gebäudesektor zu einer Erhöhung. Auch wenn dies teilweise auf die Wetterlage zurückzuführen sei, offenbarten sich darin Effizienz- und Sanierungsdefizite, beklagt das Deutsche Energieberaternetzwerk.

Foto: Unsplash / Suganth

Die Energiewende im Gebäudebereich stockt: Während die deutschen Treibhausgasemissionen im letzten Jahr um insgesamt 54 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente auf 805 Millionen Tonnen sanken, stieg der Ausstoß, der dem Gebäudesektor zugerechnet werden kann, um rund fünf Millionen Tonnen. Das ist dem Klimaschutzbericht 2019 zu entnehmen, der Ende August vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Die Maßeinheit CO2-Äquivalente berücksichtigt dabei auch andere Treibhausgase als Kohlenstoffdioxid, etwa Methan, welche nicht alle den gleichen Einfluss auf den Klimawandel haben.

Gebäudebereich verursacht fast ein Drittel der Emissionen

Die deutschen Bestrebungen zur Erreichung der Klimaziele geben also ein gemischtes Bild ab: Der Trend in Energiewirtschaft und Industrie, wo die Treibhausgasemissionen am stärksten sanken, erfüllt sich im Gebäudesektor nicht. Das ist problematisch, schließlich entfallen immer noch knapp 30 Prozent der deutschen Emissionen in diesen Bereich.

Doch warum fallen die Emissionen von Gebäuden nicht? Der Klimaschutzbericht der Bundesregierung führt den gestiegenen Ausstoß im Gebäudebereich auf ungünstige Witterungsverhältnisse zurück. Kritiker*innen geben sich damit aber nicht zufrieden: Das Deutsche Energieberaternetzwerk (DEN) wies demnach darauf hin, dass die Sanierungsquote bei Gebäuden weiterhin lediglich ein Prozent betrage, obwohl drei Prozent nötig seien, um die Klimaziele zu erfüllen.

Den Klimaschutzbericht 2019 können Sie hier herunterladen.

Quelle:

Meldung von geb-info.de