POLITIK

Werden Solarmodule teurer?

Mit der Beschließung des Gebäude-Energie-Gesetzes ist auch der 52-Gigawatt-Deckel weggefallen, der zuvor ein Ende der Solarförderung festgelegt hatte. Die Weiterführung der Förderung hat einen Ansturm auf verfügbare Solarmodule ausgelöst und die vorhandenen Bestände bereits stark reduziert.

Foto: Flickr / Greenpeace Polska

Mittlerweile sind begehrte Leistungsklassen und Produkte nur noch in Restbeständen erhältlich. Aber auch weniger populäre Produkte sind nur noch in geringen Mengen verfügbar. Bauwillige müssen deshalb oft auf neue Bestellware zurückgreifen und mit gestiegenen Preisen und längeren Wartezeiten rechnen, da die Ware meist aus Asien importiert wird. Schon jetzt haben fast alle Hersteller für das vierte Quartal Preiserhöhungen von ein bis zwei Cent pro Watt angekündigt.

Wie sollten sich Projektierende aktuell verhalten?

Die Preisanpassungen für Solarmodule richten sich generell nach der weltweiten Nachfrage, die aktuell schwer einzuschätzen ist und für die es teilweise widersprüchliche Prognosen gibt. Während der Photovoltaik-Markt in Europa boomt und eine große Nachfrage aus China erwartet wird, gibt es in Nord- und Südamerika pandemiebedingte Einschränkungen. So ist davon auszugehen, dass die Liefersituation für Neubestellungen für den Rest des Jahres entspannt bleibt.

Wer bauwillig ist und momentan noch vor dem Materialkauf steht, sollte sich überlegen, eine zweigleisige Herangehensweise zu fahren: Material für wichtige und weniger preissensitive Projekte sollte möglichst gesichert werden. Hier müssen nicht zwangsläufig Preiserhöhungen hingenommen werden, da momentan keine Lieferengpässe bestehen. Bei weniger wichtigen Projekten sollte auf günstige Angebote gewartet werden, die in den kommenden Monaten zu erwarten sind. 

Quelle:

Bericht von energiezukunft.eu