KOMMUNE

Deutsche Umwelthilfe und FragDenStaat starten Klima-Check für öffentliche Gebäude

Die Energiebilanz öffentlicher Gebäude werde häufig klimapolitischen Zielen nicht gerecht, kritisieren Deutsche Umwelthilfe und das Projekt FragDenStaat. Mit der Aktion „Klima-Gebäude-Check“ regen sie Bürger*innen daher dazu an, Bedarfsenergieausweise von öffentlichen Gebäuden anzufordern. Für Maßnahmen, die Abhilfe schaffen, stehen bereits Fördermittel aus der Nationalen Klimaschutzinitiative bereit.

Foto: Wärmebild: smuki / stock.adobe.com / Icons: DUH; Happy Art / stock.adobe.com

Im Rahmen einer bundesweiten Kampagne von Deutscher Umwelthilfe (DUH) und FragDenStaat, einem Projekt der gemeinnützigen Open Knowledge Foundation Deutschland e. V., können Bürger*innen ab sofort Energieausweise öffentlicher Gebäude anfordern, um Energieverschwendung etwa in Ministerien, Rathäusern, Schulen, Krankenhäusern und Schwimmbädern transparent zu machen und Druck auf die Politik auszuüben.

Ziel dieses Klima-Gebäude-Checks ist es, bis Mitte 2021 gültige Bedarfsenergieausweise und konkrete Sanierungsfahrpläne für alle öffentlichen Gebäude vorliegen zu haben. Denn aktuell fehlen valide, umfassende Daten, die den Gebäudezustand und die Energiebilanz öffentlicher Einrichtungen transparent und vergleichbar machen.

Ministerien fallen beim Klima-Gebäude-Check durch

Der Gebäudesektor ist für fast 30 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich. Sollen die Klimaziele erreicht werden, sind effizienzsteigernde Bau- und Sanierungsmaßnahmen daher unabdinglich. Ihrer gesetzlich verankerten Vorbildfunktion würden Bund, Länder und Kommunen dabei nicht ansatzweise gerecht, kritisieren die Initiatoren: Zwölf von 15 Dienstsitzen verschiedener Ministerien fallen beim Klima-Gebäude-Check durch und lediglich drei Ministerien können einen Bedarfsenergieausweis vorlegen.

Für eine bessere Vergleichbarkeit der energetischen Standards von Gebäuden fordern DUH und FragDenStaat außerdem, den Verbrauchsausweis abzuschaffen und künftig nur noch den Bedarfsausweis zu führen.

Bundesumweltministerium unterstützt Kitas und Schulen beim Energiesparen

Derweil bemüht sich das Bundesumweltministerium um die verstärkte Förderung klimaschutzfördernder Maßnahmen in Schulen, Kitas und anderen öffentlichen Bildungseinrichtungen. Im Rahmen der Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative sollen unter anderem die Nachrüstung von Fahrradständern, der Aufbau digitaler Infrastruktur und der Austausch von Elektrogeräten ebenso vorangetrieben werden wie die Modernisierung von Gebäudetechnik, Beleuchtung und Belüftung sowie die Einführung von Energiesparmodellen.

 

Quellen:

Meldung der NKI

Pressemitteilung der DUH