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Faktencheck zeigt: Effizienzsanierungen wirken – doch noch ist Luft nach oben

Die Deutsche Umwelthilfe widerlegt in einem aktuellen Faktencheck drei Behauptungen, mit denen die Wirksamkeit energetischer Sanierungen angezweifelt wird. Gleichzeitig drängt sie auf strenge Effizienzstandards und zielgerichtete Förderprogramme. Denn ohne einen energieeffizienten Gebäudesektor sind die Klimaziele nicht zu erreichen.

Foto: Michael Gaida / pixabay

Sind energetische Sanierungen nutzlos im Kampf gegen den Klimawandel, staatliche Förderungen eine Fehlinvestition? In einem Ende Oktober veröffentlichten Faktencheck nimmt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) solcherlei Behauptungen unter die Lupe. Das Fazit: Am Großteil der Mutmaßungen ist nichts dran. Die Statistiken der letzten Jahre zeigen den außerordentlichen Stellenwert, den energetische Sanierungen im Kampf gegen den Klimawandel einnehmen.

Energieeffizienzmaßnahmen sind unabdingbar für den Klimaschutz

Demnach konnten zwischen 2008 und 2018 durch Energieeffizienzmaßnahmen in Wohngebäuden aufsummiert 134 Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden. Auch beim Energieverbrauch schlagen Sanierungsmaßnahmen positiv zu Buche: Um insgesamt 13 Prozent ist er in den letzten zehn Jahren gesunken, bei einzelnen, herausragenden Sanierungsprojekten wurden sogar bis zu 95 Prozent Einsparung erzielt.

Förderpolitik könnte weiter optimiert werden

Gerade bei der Sanierungsrate von Bestandsgebäuden sieht die DUH jedoch noch Luft nach oben. Um die deutschen Klimaziele zu erreichen, müssten statt aktuell unter einem Prozent jährlich mindestens drei Prozent der Gebäude pro Jahr saniert werden. Dafür seien Änderungen an der deutschen Förderungspolitik und das Schaffen neuer finanzieller Anreize für Eigentümer*innen denkbar, so die DUH.

 

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