Gebäudereport 2018

Rd. 1 %
beträgt aktuell die Sanierungsrate
Laut dena-Gebäudestudie sind mind. 1,4% notwendig, um die Klimaschutzziele zu erreichen.
100000
regenerative Heizungsanlagen
weerden seit 2012 pro Jahr abgesetzt.
62 %
der Wohnfläche
wurde vor 1979 (und dem Inkrafttreten der 1. Wärmeschutzverordnung) errichtet
11000
qualitätsgesicherte EnergieberaterInnen
sind in der Energieffizienz-Expertenliste der dena.
Studie

dena-Gebäudereport

Der Gebäudereport präsentiert eine Auswahl wichtiger Zahlen, Daten und Analysen zum Thema „Energieeffizienz im Gebäudebestand“.

Er bietet damit eine solide Grundlage für eine faktenbasierte Kommunikation und verlässliche Prognosen, um die Energiewende im Gebäudebereich vorausschauend gestalten zu können.

dena-Gebäudereport 2018: Energiewende im Gebäudebereich stagniert

Der Endenergieverbrauch in Wohn- und Nichtwohngebäuden stagniert im Zeitraum 2010 bis 2016 auf hohem Niveau. Der Effizienztrend der Jahre 2002 bis 2010, in denen der Energieverbrauch in Gebäuden um 20 Prozent reduziert wurde, scheint damit vorbei zu sein.

Trends im Gebäudebereich

„Die derzeitigen Anstrengungen im Bereich Energieeffizienz sind nicht ausreichend, um die Klimaschutzziele und damit die anvisierte Treibhausgasreduzierung im Gebäudebereich zu erreichen.“

Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung

Neben aktuellen Trends zur Energieeffizienz im Gebäudebereich präsentiert der dena-Gebäudereport eine Auswahl von Zahlen, Daten und Analysen zum Gebäudebestand, Energieverbrauch und klimapolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland. Dabei wird deutlich, dass auch bei anderen Messwerten wie zum Beispiel den Treibhausgasemissionen eine Stagnation zu beobachten ist: Zwar sind diese erst über mehr als 20 Jahren konstant gesunken, verharren jedoch seit 2014 bei etwa minus 28 Prozent im Vergleich zu 1990. Damit zeichnet sich ab, dass das für 2020 anvisierte Klimaschutzziel der Bundesregierung, eine Reduktion um 40 Prozent, nicht erreicht wird. Auch die Ziele für die Jahre 2030 und 2050 sind nach Einschätzung der dena in Gefahr.

Wärme und Strom in Gebäuden sind mit 36 Prozent für mehr als ein Drittel des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland verantwortlich. Effizienztechnologien bieten viele Einsparpotenziale, insbesondere auch in Nichtwohngebäuden. Die Wärmewende ist dabei immer stärker als Teil einer integrierten Energiewende zu verstehen, bei der die Wechselwirkungen und Abhängigkeiten zwischen den Sektoren Strom, Gebäude, Verkehr und Industrie mitgedacht werden. Wie der Gebäudereport zeigt, spielen schon jetzt Querverbindungen wie die Erzeugung von Strom durch Wärme beziehungsweise von Wärme durch Strom eine wichtige Rolle. Gleichzeitig nehmen Gebäude eine zentrale Position in einem integrierten Energiesystem ein: Sie fungieren als Ort, an dem Energie produziert, gespeichert und abgegeben werden kann.

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